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Wie in jedem Frühherbst herrschte ab dem 07. September in Arbons Dorfmitte reges Treiben. Das Holz für die Öfen, auch Backeswell genannt, hatte der 87jährige Karl Pfaff schon im Frühsommer in den Arborner Wäldern geschlagen.
Nachdem die Männer des Ortes, darunter auch zwei junge „Nachwuchsheizer“, das Feuern der Öfen besorgt hatten, machten sich das Backfrauenteam um Christa Kessler, Johanna Engelhard, Christel Haas und Friedchen Diebel ans Werk.
Der Qualm aus dem Schornstein des Backhauses zog auch einige interessierte Mitbürger an, die den vor Ort agierenden Frauen und Männern über die Schulter schauten. Besonders die kleinen Arborner hatten ihre Freude daran beim befeuern der Öfen und dem „Brot schießen“ zuzugucken. Zuschauerin Leonie (9 Jahre) stellte fasziniert fest: „ So hat man früher gebacken? Cool!“
Beim 22. Backesfest fanden die Bauern- und Kartoffelbrote rasch ihre Abnehmer, auch dem am Samstag gebackenen Blechkuchen wurde eifrig zugesprochen.
Zwei gebürtige Arborner, Edgar Engelhard und Ehrenhard Diehl, scheuten die weite Anreise aus Ginsheim-Gustavsburg, bzw. Bonn nicht, um am Backesfest teilzunehmen.
Die beiden älteren Herren meinten hierzu: „Wenn das Backes raucht, ist es, als wären wir wieder Kinder und unsere Mütter kämen mit dem Backbrett die Straße hoch.“
Den Höhepunkt fand das Fest beim geselligen Beisammensein am 10. September, an dem es Pizza, Zwiebelkuchen und Haxen aus dem Backes gab. Zum Ende der Veranstaltung kam schon die erste Vorfreude auf das kommende Jahr auf, wenn es wieder heißt: „ Es Backes raacht!“
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