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Am 16.05 erhielt der Arborner Heimatverein ein neues Ausstellungsstück für die Alte Schule in der Arborner Ortsmitte.
Es handelt sich um ein, vermutlich aus dem 14.Jhd, stammendes so genanntes Schafteisen, das der inzwischen verstorbene Arborner Werner Engelhard im Januar 1989 bei Kanalarbeiten auf seinem Grundstück in der Knotenstraße gefunden hatte.
Das Schafteisen war einst Teil eines mittelalterlichen Pfeilgeschosses, wie es beispielsweise auf einem Katapult- oder Bogengeschoss verwendet wurde. Diese Vorläufer der Feuerwaffen wurden wahrscheinlich in der „Dernbacher Fehde“ zum Beschuss von Gebäuden genutzt, als die Grafen von Nassau gegen das Haus Hessen um die Besitzreche an der Herborner Mark kämpften.
Im ehemaligen Dillkreis wurden bisher nur vier solche Pfeilgeschosse gefunden; in der Kirche von Haiger-Rodenbach, in Herborn, auf dem Dillenburger Schlossberg und in Arborn. Wie seinerzeit von Herrn Gerhard Seifert (Haiger) recherchiert, wurde diese Pfeilgattung ausschließlich in unserer Region gefunden wurde. Dass Geschoss und Geschütz im übrigen Europa nirgends zu finden waren, mag sich dadurch erklären, dass Eisen und besonders Bronze begehrte Rohstoffe darstellten.
Der damalige Finder, Herr Engelhard, übergab das seltene Stück im Jahre 1992 dem Herborner Geschichtsverein, der es nun an den ersten Vorsitzenden des Heimatverein Arborn, Herrn Roland Krumm und die Ehefrau des Finders, Frau Johanna Engelhard übergab.
Die Übergabe erfolgte durch Herrn Karl-Heinz Striffler, der bei dieser Gelegenheit vonn Herrn Krumm eine CD über die geophysikalischen Untersuchungen an der Heiligkreuzkirche bei Arborn erhielt. Herr Striffler hatte 1988 eine erste Vermessung dort vorgenommen und bei kleinen Grabungen weitere Gegenstände gefunden, die auch in der Alten Schule zu besichtigen sind.
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